Adieu Martinique!

Juhu, die Kühlschränke von Vitrifrigo sind da! Kurzzeitig waren wir uns nicht sicher, ob sie überhaupt ankommen, weil die italienischen Brummifahrer streikten, aber mit wenigen Wochen Verspätung treffen sie schließlich auf Martinique ein – es lebe der Frachtsschifftransport, der ja neuerdings verteufelt wird. Für den Einbau müssen wir allerdings in die Marina. Für uns bzw. eher für mich ist das ein Ereignis, das mich nervös macht, denn wir ankern ja immer äußerst komfortabel und gemütlich frei schwojend. Es artet schon fast in Stress aus, in diese engen Boxen zu müssen. Da die Marina nicht wirklich auf uns vorbereitet ist, haben wir eine der engsten Buchten bekommen: kein Platz mehr links (Steg) und rechts (Monohull). Zum Wenden ist an der Stelle ebenfalls äußerst wenig Platz, weil direkt vor uns gegenüber ein großer Katamaran liegt. Alex hat die Dicke jedoch trotz Wind von der Seite flott in die „Parkbucht“ gesetzt. Und von dieser Aufregung müssen wir uns erst mal erholen, also bleiben wir gleich zwei Nächte. MOCEAN braucht auch mal wieder etwas Pflege, da bietet sich der Aufenthalt in der Marina an, ihr eine ordentliche Dusche zu verpassen. 1.000 Liter Wasser kosten 9 Euro – geht, billiger als eine Autowäsche, aber anstrengender, denn schrubben müssen wir schon selbst.

Jedenfalls haben wir die original eingebauten Kühlschränke entfernt und durch einen Gefrierschrank (draußen) sowie einen neuen Kühlschrank (innen) ersetzt. Der frühere Gefrierschrank (ebenfalls im Salon) dient jetzt als Kühlschrank für Getränke, Obst und Gemüse. Es mag merkwürdig klingen, den Gefrierschrank draußen zu haben, aber wir haben innen und außen diesselbe Temperatur; meistens ist es draußen sogar kühler, vor allem nachts, wenn der Innenraum fast hermetisch abgeriegelt ist, da wir fast alle Fenster geschlossen haben.

Ausbau des original verbauten Kühlschranks

Den Einbau haben wir durch Patrice von Caraïbe Réfrigération (patrice@caraibe-refrigeration.fr) erledigen lassen. Dazu musste der Ausschnitt im GFK für den Gefrierschrank draußen vergrößert und der Kühlschrank innen auf ein kleines Podest gestellt werden. Mit seinen beiden jungen Kollegen war er an einem Tag durch, weil Alex zuvor schon beide Geräte ausgebaut hatte und er bei der Erstellung des Podestes für den Kühlschrank mithalf, denn das wollte Patrice eigentlich nicht machen, schließlich ist er kein Schreiner. Die untere Blende für den Kühlschrank haben wir noch am Abend selbst angefertigt: es ist ein Stück von der Tür, die sich dort vorher befunden hat. Gut, dass Alex so viel Werkzeug dabei hat…

Von den neuen Geräten sind wir jetzt schon begeistert: sie lassen sich viel leichter öffnen und schließen (bei der Schublade draußen haben so manches Mal die Finger wehgetan, wenn wir vom Griff abgerutscht sind), es passt viel mehr hinein, die Kühlleistung (Gefrierschrank -13°, Kühlschrank 4°) ist ein Traum und obendrein verbrauchen die neuen Geräte insgesamt weniger als vorher die alten. Wir haben alle drei Geräte mit elektronischen Thermostaten ausgestattet; so können wir jetzt die Temperatur sowie Hysterese exakt einstellen und auch kontrollieren. Obwohl die neuen Geräte sehr viel niedrigere Temperaturen erreichen (unser Gefrierschank hat es zum Teil nicht geschafft, den Inhalt zu frieren), laufen die Kompressoren lediglich ca. 50% der Zeit. Bei den alten Geräten liefen die Kompressoren 100% der Zeit. Optisch sieht das Ganze jetzt auch noch schmucker aus.

In der Zwischenzeit waren wir nicht nur wandern und surfen, sondern haben uns als Hobbygärtner versucht: Tomate, Pfefferminze und Basilikum. Erdbeere ist leider nichts geworden; auch Rosmarin und Thymian sind eingegangen. Derzeit bastle ich am Avocadobaum: der Kern steckt in der Erde und ich meine den Trieb schon sehen zu können – Geduld ich haben muss. Ebenso haben wir mal Ananas versuchsweise eingetopft. Fehlt nur noch der Garten…

Hobbygärtnerei auf dem Boot: Pfefferminze, rechts Tomate, links Basilikum

Unsere Ersatzteile für die Wasserpumpe haben es leider nicht von Italien in die Karibik geschafft. Wir wissen nicht, woran es liegt; sie haben Italien nicht einmal verlassen. Darauf warten wollen wir jedoch nicht, sondern sagen stattdessen: Adieu wundervolles Martinique!

Nicht von ungefähr kommt der familiäre Abschiedsgruß, denn auf Martinique sind wir beinahe heimisch geworden. Die Locals (Creolen) sind unfassbar nett, grüßen freundlich (sogar die Kinder!), sind sehr hilfsbereit, aber nicht aufdringlich – wir fühlen uns hier sehr wohl. Sogar die Verkäuferin in der Bäckerei hat quasi bereits die beiden Baguettes (le pain traditionnel, dicke Baguettes) schon in der Hand, bevor ich bestelle – weil ich eben immer zwei Baguettes kaufe. Beim Eisverkäufer durften wir uns ohne Maske durch die letzten Monate schummeln und beim Bio-Laden hatten wir das große Glück, dass die junge Verkäuferin von dem großen Betrug weiß und von uns keine Maske forderte. Bei der Autovermietung hatten wir sowie so nie eine auf und in der Bar für unseren Sundowner brauchten wir weder Maske noch Pass Nazitaire, pardon, Sanitaire.

Seit den Osterferien ist auch auf Martinique die Masken- und Passpflicht gefallen, auch wenn es der Präfekt sehr ungern tat. Aber wahrscheinlich konnte er mit den (ziemlich wenigen) Urlaubsgästen vom französischen Festland auch nicht mehr gut erklären, warum dort das angebliche Virus nun weniger oder plötzlich gar nicht mehr gefährlich war. Deshalb hat er die Bestimmungen auch klammheimlich geändert, denn wir haben die ganze Zeit darauf gewartet, aber nirgends konnten wir die Informationen lesen. Bis wir im Supermarkt aufkreuzten und zwei Urlauber vom Festland ohne Masken sahen; einen sprachen wir sofort an. Da war die Freude groß, den Abgasrückführungslappen nicht mehr tragen zu müssen. Aber machen wir uns nichts vor: es ist ohnehin nur vorübergehend und die Panikmache für den Herbst – die ganz normale saisonale Grippesaison – beginnt schon jetzt und dann fängt alles wieder von vorne an bzw. geht fröhlich weiter. Die „Beschützten“ müssen eben weiter in Angst und Schrecken gehalten werden. Die Menschen lassen es ja mit sich machen, also warum nicht alle Voraussetzungen dafür schaffen, noch mehr Macht zu konzentrieren (siehe zB WHO-Pandemievertrag)?

Wenn ich das so sehe, sind um die 90% der Menschen extrem leicht manipulierbar und entsprechen exakt den Vorhersagen der Verhaltensforscher: „sie werden weiter eine Maske tragen, und zwar freiwillig“. Erst, wenn die Medien, die „befehlen“, wen sie gerade hassen sollen und ihnen erklären, wie sie systemtreue Gutmenschen werden, also erst, wenn diese Medien ihnen befehlen, die Maske abzunehmen, erst dann werden sie es wohl tun. Das hat schon Sektencharakter. Diese Massenpsychose, diese erlogene P(l)andemie wird erst enden, wenn die Menschen endlich aufhören, mitzumachen. Und weil das mit der Viruslüge so gut geklappt hat, kann man jetzt die nächste Stufe einführen, nämlich das Social-Credit-System (in Bayern kommt noch dieses Jahr der sogenannte „Nachhaltigkeitstoken“ oder „Ökotoken“ (in Italien zB schimpft sich das Smart Citizen Wallet und auch in weiteren Ländern wird dieses System gerade eingeführt bzw. ist schon eingeführt) und sie werden hierfür auch noch Beifall ernten, ohne dass die „Begünstigten“ die weitreichenden Konsequenzen daraus erkennen werden – die Ignoranz der Masse macht es eben möglich: Schritt für Schritt in den Totalitarismus. Es fängt relativ „harmlos“ an: wer ganz brav ist und den Müll trennt, Energie spart und Öffis nutzt, wird belohnt – quasi wie ein Hund, der fein Männchen oder „Sitz“ gemacht hat. Schöne neue Welt.

Übrigens, in diesem Zusammenhang: bevor der Roman „1984“ von George Orwell nicht nur an der Universität Northampton zensiert wird (ein Buch, das vor Zensur warnt, wird zensiert; das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen), können wir diese Lektüre, die übrigens keine Unterhaltung, sondern eine WARNUNG ist (wozu es ja inzwischen leider schon zu spät ist, denn wir leben ja bereits ins einer Orwellschen Welt), wärmstens empfehlen.

während wir unsere Pizza auf der Bank verspeisen, machen die Locals Musik und singen & tanzen dazu

Wir jedenfalls werden die Plandemiepause gut nutzen, um zu neuen Ufern aufzubrechen. Stay tuned.


3 Gedanken zu “Adieu Martinique!

  1. Ich musste immer wieder schmunzeln bei deinen Ausdrücken. Ja leider ist die Menschheit zu blöde um zu erkennen wohin die Reise geht. Ich habe nicht mal so ein Buch gelesen um es zu verstehen. Ein wenig selber denken und schon erkennt man die vielen Wiedersprüch. Am meisten macht mit der digitale Schimpfpass und das Digitale Geld sorgen. Mal schauen wie wir uns da durch schummeln. Es lebe die Freiheit. Grüsse euch im Moment aus der Schweiz. Kaum einer träg noch das Abgasrückführungsblatt vor der Fresse.

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  2. Vielen Dank für die Story. Sehr gut geschrieben, natürlich auch ein bisschen verzweifelt wegen der vielen Menschen die diesen Irrsinn, ohne zu hinterfragen, immer weiter mitmachen. Ich bin auch unterwegs, möglichst immer in die Gebiete, wo der Wahnsinn so weit wie möglich ignoriert wird.
    Lasst es euch gut gehen. Bleibt tapfer, genießt das Leben.
    LG Rene

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    1. Hallo Rene,

      danke für Deine Gedanken! Ja, es mag etwas verzweifelt klingen, weil es die Menschen sind, die uns das Leben schwer machen, weil es die Menschen sind, die dafür sorgen, dass es nie aufhört, weil es die Menschen sind, die dieses perfide System unterstützen. Man kann sich nur so gut es geht aus allem rausziehen und – so weit es geht – nicht mitmachen. Wir sind jetzt in Panama auch in einem für uns perfekten Gebiet und genießen es, fernab von allem zu sein.

      Lass es Dir gut gehen,
      Nicole

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