Das Geißhorn bzw. Gaishorn – Skitour

Wir stehen auf dem Parkplatz direkt an der Loipe in Tannheim, unserem Startpunkt auf 1097 m. Wir haben uns das Geißhorn  bzw. Gaishorn ausgesucht. Wir ziehen die die Schuhe an und es brennt: Mit offenen Blasen an beiden Füßen vom Vortag geht es kurz entlang der Loipe, dann über einen Ziehweg durch den Wald bis zur Älpele Hütte auf 1526m, wo wir eine kleine Teepause einlegen. Hier standen wir schon einmal vor so ziemlich genau einem Jahr. Da war es derart neblig, dass wir an dieser Stelle wieder umgekehrt sind. Es war so neblig, dass wir lediglich ein paar Meter sehen konnten. Heute aber haben wir tollsten Sonnenschein mit einen Blick auf das was uns bevorsteht. Die Tourengeher, die sich bereits im Steilhang befinden, sind klitzeklein und mir schwant, dass es noch ein gutes Stück bis zum Gipfel ist. Es ist ziemlich windig, daher wird der Reißverschluss der Windjacke bis ganz nach oben gezogen. Von der Älpele Hütte geht es im Talkessel bis unter den Nordhang des Geißeck. Mir fehlt ein bisschen die Luft und Energie, also machen wir nochmals eine kurze Pause und Alex spendiert eine halbe Tafel Nussschokolade. Das gibt mir den nötigen Schub und wir „sprinten“ den Hang hoch. Die letzten 100 bis 150 Höhenmeter sind unangenehm glatt und sehr steil (um die 40 Grad), also befestigen wir die Harscheisen an unsere Ski. Auf dem westlich gelegenen Geißeck auf 2212 m ziehen wir die Ski aus, packen die Felle ein und unternehmen eine wundervolle Gratwanderung zum Geißhorn (2247 m) über einen 500m langen Gipfelgrat nach Osten.

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Die Gratwanderung zum Geißhorn

Von hier aus haben wir wieder mal einen grandiosen Blick:

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Panoramablick vom Geißhorn/Gaishorn

Es gesellen sich Alpendohlen zu uns, die uns frech angucken. Sie erwarten Futter; wir haben nichts.

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Eine von mehreren neugierigen Alpendohlen

Die Abfahrt ist anspruchsvoll. Im ca. 40-Grad steilem Gelände bin ich noch nicht gefahren, aber es klappt ziemlich gut. Alex macht sich Sorgen wegen der Felsen, die im Weg liegen, und wenn ich fallen sollte… Wir sollten darüber nachdenken, Helme mitzunehmen. Das steile Gelände macht sich in meinen Oberschenkeln bemerkbar: es brennt immer mal wieder. Wir arbeiten uns langsam nach unten und beraten, welchen Weg wir fahren. Das letzte Stück durch den Wald macht richtig viel Spaß: ein schöner Hindernisparcour zum Üben.

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Abfahrt durch den Wald


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