Die Grosse Schlicke – Skitour

Nach einem ausgiebigen Saunatag in der wunderschönen Saunalandschaft „Mediterana“ in Bergisch Gladbach-Bensberg geht es mal wieder Richtung Süden – wir sind wieder „heiß“ und bereit für neue Skitouren. Da wir nur eine Woche Zeit haben, landen wir schließlich in den Tannheimer Alpen. Letztes Jahr um die ähnliche Zeit waren wir bereits hier und wollten diese Skitour machen, sind aber wieder umgedreht, weil wir der Meinung waren, dass zu wenig Schnee lag. Dieses Mal ist bereits der Parkplatz schön verschneit und so stehen wir auf dem Parkplatz in der Nähe der „Bärenfalle“, einem urigen Restaurant. Wir gehen ins Restaurant und fragen bei einem Kaffee, ob es ein Problem sei, über Nacht stehen zu bleiben. Man verneint und so haben wir einen relativ ruhigen Nachtplatz.

Gegen 9 Uhr am Morgen geht es bei strahlendem Sonnenschein los. Wir folgen einem laaaangen Ziehweg, auf dem wir über etliche Kilometer ca. 900 Höhenmeter schaffen. Nach dem ersten Drittel jammere ich bereits über Schmerzen an den Füßen. Ich ziehe Schuhe und Socken aus: jeweils zwei Blasen am rechten und linken Fuß. Ich drehe die Socken auf links in der Hoffnung, dass es nun nicht mehr reibt. Wir laufen weiter; der Schmerz bleibt. Der Ziehweg führt bergauf durch einen Wald, der in den oberen Lagen immer lichter wird. Auf den letzten ca. 200 Höhenmeter sacken plötzlich meine Ski an einem steileren Stück einfach weg und ich rutsche den Berg runter. Alex ruft mir zu, ich solle den Skistock in den Schnee rammen. Das klappt aber leider nur bedingt, dennoch bleibe ich nach ca. 20 Metern liegen. Etwas vorsichtiger schließe ich wieder zu Alex auf. Wir erreichen den Gipfel mit einem schönen Ausblick:

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Panoramablick von der „Großen Schlicke“

Auf de Gipfel beraten wir über die Abfahrt. Beim Aufstieg sind wir bereits einem Skifahrer begegnet und haben gesehen, wo er abgefahren ist. Für den Rückweg wählen wir daher nicht den Weg des Aufstiegs, sondern folgen den Abfahrtsspuren, die in die Richtung unseres Ausgangspunkts führen. Leider kommen wir etwas vom Weg ab und landen auf dem Weg, der als Klettersteig bezeichnet ist. Der so steil und eng, dass wir etliche Höhenmeter mit den Ski seitlich herunterrutschen müssen; kein Platz zum Umsetzen. Als wir schließlich auf dem Ziehweg landen, fahren wir ohne zu bremsen ins Tal. Wir können in schönem Tempo hinunterrasen; das macht meeeeeega viel Spaß. Im WoMo versorgen wir unsere Blasen. Der lange Ziehweg hat bei uns beiden Spuren hinterlassen.

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