St. Barths – Wo die Kugel Eis 5€ kostet

herrlicher Sonnenuntergang

Wir wollten ja eigentlich 2021 bereits Gustavia gesehen haben, aber da war die Grenze gerade wegen einer weiteren frei erfundenen „Mutante/Variante“ mal wieder geschlossen – für ganze zwei Wochen. Außerdem musste man fürs Reisen fragwürdige Testergebnisse vorzeigen oder – schlimmer noch – sogenannte „Impfzertifikate“ – in Frankreich und auf den französischen Inseln schimpfte sich das ‚Pass Nazitaire’… pardon …’Sanitaire‘. Erinnert Ihr Euch noch? Wir sind damals trotzdem und vor allem ohne Tests oder gar „Impfungen“ hingesegelt, weil wir Gilles wiedersehen und mit ihm grillen wollten. Also ankerten wir lediglich am Wochenende vor Gustavia, hatten einen superlustigen, feuchtfröhlichen Abend und waren am Montag Morgen schnell wieder weg.

 

in der Rue du Général de Gaulle

Jetzt ist 2024, die Medien machen kein Getöse mehr um irgendwelche erfundenen Viren oder inzwischen fast 9 Mio (!) sogenannten „Virenvarianten“ (siehe Webseite vom NIH) und schon hat plötzlich keiner mehr Angst. Jetzt kann man wieder schniefen und husten, ohne gleich für mehrere Wochen in Quarantäne wie in einem Hochsicherheitstrakt weggesperrt zu werden. Verrückt, nicht wahr?! Eigentlich nicht, denn so funktioniert ja die Psychologie der Massen – das Experiment ab 2020 hat eindrucksvoll gezeigt, wie die Masse mit etwas Propaganda im Gleichschritt marschiert. 

Jedenfalls ist nun Gustavia für uns offen, aber einklarieren tun wir trotzdem nicht: Wir wollen in der zweiten Nacht bereits weiter und so haben wir einen kompletten Tag für Gustavia auf St. Barths, eine der beliebtesten Inseln der unzähligen Milliardäre weltweit – warum auch immer, denn eine „Perle“ ist St. Barths jetzt nicht gerade. Und so ankern auch hier die ultrateuren Yachten der Superreichen; unter anderem treffen wir „alte Bekannte“ von St. Martin wieder: die wunderschöne Moonrise nebst Nebula (Support Vessel von Moonrise) von Jan Koum (Ukraine.-Amerik. Unternehmer, Mitbegründer von WhatsApp), aber auch einige andere. 

Ich habe ein hübsches Foto von Gustavia gesehen, das ich quasi nachfotografieren möchte: nämlich von oben. Dazu müssen wir einen steilen Berg am Morne Lurin hinauf, was eine schweißtreibende Angelegenheit bei der Hitze ist und uns wieder an Panama erinnert. Aber es hilft ja nichts: ohne Foto ist so ein Blog wie ein Abend ohne guten französischen Wein.

Wir überlegen, was wir sonst noch tun könnten, aber uns fällt außer Essen & Trinken einfach nichts ein. Die schöne Bucht Anse Colombier hatten wir 2021 bereits für mehr als eine Woche unseren Vorgarten genannt, um Hurrikan Elsa abzuwettern, also bleibt nur noch Essen/Trinken. Die Preise sind gepfeffert, zum Essen ist es ohnehin noch viel zu früh, daher nehmen wir mit einem Imbiss an der Ecke vorlieb, um die trockenen Kehlen mit Kaltgetränken anzufeuchten. „Och, auf eine Kugel Eis hätte ich aber schon Lust!“ sage ich, aber als ich 5€ für nur eine Kugel Eis sehe, ist der Appetit urplötzlich vergangen. Und das bringt mich dazu, mal nachzuschauen, ob ich vielleicht übertreibe bzw. falsche Vorstellungen von Eiskugelpreisen habe. Ich habe noch die Eispreise von meiner Lieblingseisdiele in Düsseldorf im Kopf: Pia in der Kasernenstraße. Da kostete die Kugel Eis, als ich mit professionellem Eiskonsum anfing, 0,80€, später „schon“ 0,90€. Nun weiß ich, dass das 10 Jahre her ist und es etwas teurer geworden sein wird (warum eigentlich?), bin aber doch erstaunt jetzt zu lesen, dass noch 2022/2023 die Kugel Eis bei Pia 1,20€ und seit 2023/2024 sogar 1,70€ kostet. Dank des französischen Atomstroms, den ja Deutschland bezieht, weil Deutschland die eigenen Atomkraftwerke lieber „in die Luft sprengt“, werden die Strompreise also noch weiter steigen – Macron hat es bereits angekündigt. Das heißt, auch in Deutschland wird die Kugel Eis bald 2€ oder mehr kosten. Bereits 2015/2016 haben wir in Spanien bis zu 4€ für eine Kugel Eis gesehen; 5€ ist das bisher teuerste und irgendwann ist eben die Schmerzgrenze erreicht; schließlich will ich ja nicht die komplette Eisbude, sondern nur ein oder zwei Kugeln Eis kaufen. Zu zweit wäre das bereits … ein kleines Vermögen. Mit Familie muss man sich da schon fast verschulden. ‚Egal!‘ denke ich. ‚Freue ich mich eben auf unsere Lieblings-Eisdiele auf Martinique!‘ Aber da kann ich ja nicht ahnen, dass es die schon nicht mehr gibt.

Stattdessen schleppe ich Alex noch einen weiteren Hügel hoch: zum Fort Gustave bzw. zum Phare de Gustavia, einem Leuchtturm. Gustavia aus einer anderen Perspektive:

Gegen Abend um 19:00 Uhr des 14. März 2024 bereiten wir alles für die Überfahrt vor – es wird sehr ruppig: wir werden hart am Wind zum nächsten Ziel segeln….


3 Gedanken zu “St. Barths – Wo die Kugel Eis 5€ kostet

    1. Hallo Rene,

      wir hoffen, dass, je skurriler die Politik agiert, mehr Menschen anfangen, Fragen zu stellen. Je mehr Menschen Fragen stellen und vor allem drüber reden, desto eher wird die Wahrheit bzw. Wirklichkeit ins Bewusstsein durchdringen.

      Wir wünschen Dir eine tolle Zeit in Russland – uns hat St. Petersburg unglaublich gut gefallen.

      Alles Gute weiterhin
      Nicole

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