Sint Maarten – Meet the Philanthropists

Eigentlich müssten wir uns anmelden, bevor wir Kurs auf Sint Maarten nehmen. Eigentlich. Aber wir haben wenig Lust, diesen unsinnigen Bürokratieschwachsinn mitzumachen. Von Gilles haben wir bereits gelernt, dass es auch ohne geht. Bevor wir Bonaire verlassen, checken wir, ob sich die Voraussetzungen, testfrei nach Sint Maarten einreisen zu können, nicht geändert haben. Theoretisch müssten wir auf der regierungseigenen Webseite von Sint Maarten eine „Health Declaration“ ausfüllen, die, bei näherer Betrachtung, überhaupt keinen Sinn für uns ergibt, weil wir aus einer „Low Risk Country“ kommen und keinen PCR-Test brauchen. Die „Health Declaration“ kennt aber eine „Testfreiheit“ nicht, weshalb ich das angefangene Dokument sofort genervt wieder lösche und meinen Laptop herunterfahre. Eine Anmeldung bei den Behörden von Sint Maarten nehmen wir einfach – wie schon erwähnt – nicht vor.

Normalerweise ist es gar nicht so leicht, von den ABC-Inseln nach Sint Maarten zu segeln. Der Wind kommt meistens aus Ost oder Nord-Ost, womit wir sehr hart am Wind bis gegen den Wind segeln müssten. Unser Wetterfenster ist derart gnädig, dass es uns mehrere Tage Wind aus Südost schickt – einer eher seltene Möglichkeit, die wir natürlich sofort beim Schopfe packen. Zwar müssen wir zunächst einige Meilen direkt nach Ost motoren, aber von dort können wir komplett nach Sint Maarten segeln.

Auf Curacao habe ich mir neue Medikamente besorgt. Ich werde ja immer noch seekrank und bisher halfen die Pillen wenig bis gar nicht. Also bin ich zu Scopolamin-Patches gewechselt. Scopolamin ist umstritten, weil es einige Nebenwirkungen geben kann, aber ich will es darauf ankommen lassen. Bobby Schenk, ein berühmter Segler, schwört auf Scopolamin, also gehörte das auf meine Liste. Nur, dass es uns nicht möglich war, überhaupt an Scopolamin zu kommen. In den bisherigen Stationen habe ich überall danach gefragt: keine Chance. Auf Curaçao ist die Gesundheitsversorgung ziemlich gut gelöst: den Arzt kann man per SMS anschreiben und fragen, ob er die gewünschten Medikamente verschreibt. Der Arzt entscheidet sodann, ob er oder sie einen persönlich sehen bzw. ggf. andere Unterlagen benötigt. Bei Alex’ Salben für seine Neurodermitis zB sollte ich Fotos schicken. Dann konnten wir uns das Rezept auch schon abholen und wir hatten sämtliche Medikamente. Genial! Was in Ländern wie UK, Skandinavien, Niederlande usw. bereits gang und gäbe ist, ist in Deutschland undenkbar. Durch Corona hat sich das vielleicht geändert, wer weiß. Da nach derzeitigem Plan die einzelnen Arztpraxen ohnehin abgeschafft werden sollen (stattdessen soll es in Zukunft nur noch sogenannte „Kompetenz-Zentren“ geben), kann man gespannt sein, in welche Richtung sich das Gesundheitssystem noch entwickeln wird. Denn Fakt ist: wer glaubt, dass die Pharmaindustrie gesunde Menschen will, der glaubt auch, dass die Rüstungsindustrie den Weltfrieden will.

Die Segelpassage nach Sint Maarten verläuft sehr entspannt mit angenehmen Wind- und Wellenverhältnissen. Wir hatten einige Fische an der Angel: einen kleinen und einen großen Mahi-Mahi, einen Fisch, von dem wir glauben, dass es ein Blue Marlin gewesen sein könnte sowie einen Fisch, der aber schon das Weite gesucht hat, bevor wir überhaupt sehen konnten, was es war. Sämtliche Fische sind wieder von der Angel gegangen, irgendwie sollte es nicht sein. Am 9. Dezember 2020 erreichen wir gegen 8:45 Uhr die Simpson Bay von Sint Maarten. Diese Bucht ist riesengroß, perfekter Sandboden – ein Traum von einem Ankerplatz. Leider ist es sehr wellig – irgendwas ist immer.

Ankern in der Simpson Bay

Wir schnappen uns die Schiffsdokumente sowie unsere Pässe und fahren mit dem Dinghi in die Laguneneinfahrt, in der sich auf der linken Seite noch vor der Brücke Immigration und Zoll befinden. Wir haben zum ersten Mal Maskenpflicht, was uns extrem nervt, weil Bonaire und Curacao bereits gezeigt haben, dass es völlig egal ist, ob Masken getragen werden oder nicht. Aber es hilft nichts: wir erfahren, dass dieser Maskenzwang wegen Macron besteht. Die Insel ist nämlich zweigeteilt: die eine Hälfte gehört zu den Niederlanden (Sint Maarten), die andere Hälfe gehört zu Frankreich (St. Martin). Und weil Macron nunmal seine Bevölkerung gerne quält, musste auf der kompletten Insel, also auch auf der niederländischen Seite, eine Maskenpflicht her, andernfalls sähe sich die französische Seite gezwungen, seinen Teil der Insel abzusperren, was für viele Inselbewohner eine Katastrophe wäre, denn sie leben und arbeiten auf verschiedenen Seiten. Diese Trennung hatte Macron tatsächlich im Frühjahr 2020, als die ganze Welt gemeinschaftlich gemäß der WHO den Lockdown ausrief, angeordnet, musste sie jedoch schnell wieder aufheben, da es zu wütenden Demonstrationen aus oben genannten Gründen kam. Da sieht man: man kann etwas erreichen, wenn man nicht alles hinnimmt. Ich überreiche die Papiere, da verkündet mir die Beamtin, dass wir einen PCR-Test bräuchten. Ich schüttle energisch meinen Kopf und erkläre, dass das nicht stimmt, weil wir aus Bonaire kämen. Es entsteht eine Diskussion, weil sie auf ihren PCR-Test bestehen will, also zeige ich ihr die Vorschriften im Internet. Also gut, sagt sie, dann muss ich eben die „Health Declaration“ ausfüllen, die ich ohnehin hätte vorher ausfüllen müssen. Ich erwidere, dass das Quatsch sei, weil ich ja aus einer „Low Risk Country“ käme und das Ausfüllen dieses Dokuments für uns überhaupt keinen Sinn ergebe. Sie besteht weiterhin darauf und lässt mich stehen. Dann fülle ich das Ding eben aus, denke ich. Aber an der Stellen, wo ich „PCR-Test“ oder „Antigen-Test“ anklicken muss, komme ich schon ins Grübeln: es passt ja beides nicht. Ich klicke einfach „Antigen-Test“ an und verneine wahrheitsgemäß, dass wir eine Krankenversicherung haben (wir haben seit geraumer Zeit keine mehr, weil die Preise dafür unfassbar hoch sind). Ich schicke das Dokument ab und bekomme prompt eine Ablehnung für die Einreise – so hatte ich es bereits vermutet, denn weder Antigen-Test noch fehlende Krankenversicherung berechtigen zur Einreise. Na toll, denke ich, und mit wird schon ganz schwummerig, weil ich annehme, dass wir aufgrund der Formalien nicht einklarieren können. Also diskutiere ich und zeige ihr nochmals, dass das Dokument sinnlos ist. Das bringt sie ebenfalls ins Grübeln, sie verständigt sich kurz mit ihren Kollegen und bietet an, dass sie für mich das Dokument ausfüllt. „Ich bitte darum!“ sage ich in freudiger Erwartung, was SIE denn jetzt einträgt. Sie kreuzt also an, dass wir einen PCR-Test gemacht und eine Krankenversicherung haben (obwohl sie nach Rücksprache weiß, dass wir keine haben – auf Curacao reichte ein Nachweis, dass wir über genügend Geld verfügen, um die Kosten selbst zu decken). Sie schickt das Dokument los, bekommt die Einreisebestätigung für uns beide und wir sind drin. Ich will damit folgendes aufzeigen: Das ganze System ist ein SCHWACHSINN!!!

Kaum sind wir einklariert und wieder an Bord, kommt die Küstenwache vorbei, die mitbekommen hatte, das wir angekommen sind. Jetzt wollen sie die Dokumente sehen. Ich weiß nicht, welcher Punkt unklar ist, aber sie telefonieren, was mich nervös macht. Alex ist gelassen, weil er sagt: wir sind ja drin. Tatsächlich ist alles ok. Die Küstenwache fährt hier öfter die Runde, um nicht-eingecheckte Boote aufzuspüren. Das hat nicht mal was mit Corona zu tun, sondern damit, dass das Ankern Gebühren kostet und die will man auf der niederländischen Seite natürlich eingetrieben wissen. 

Die Simpson Bay ist sehr hübsch: sie verfügt über einen langen hellen Sandstrand mit vielen Hotels bzw. Apartments und Strandbars. Ein großes unbebautes Stück gibt den Blick auf den direkt dahinterliegenden Princess-Juliana-International-Airport frei. Und dieser Flughafen bzw. die abfliegenden Brummer sind extrem laut. Nicht die großen Maschinen oder etlichen Privatjets, sondern die kleinen Inselhüpfer, die sich anhören, wie große Bomber.

Und wo wir schon bei Privatjets sind: seit unserer Ankunft bis Weihnachten füllt sich die Bucht mit folgenden Luxusjachten:
Allen voran
KAOS – Nancy Walton Laurie (Walmart-Erbin), Wert der Yacht ca. 300 Mio $ (wunderschönes Schiff)
ULYSSES – Mark Zuckerberg (Facebook), Wert der Yacht ca. 200 Mio $

SYMPHONY LIMO – Bernard Arnault (französischer Unternehmer und Milliardär mit LVMH; reichster Europäer), Wert ca. 150 Mio $
Aber auch:
YALLA – Naguib Sawiris (ägyptischer Milliardär – ORASCOM TMT), Wert ca. 80 Mio $
SPECTRE – Rob & Richard Sands (amerikanischer Milliardäre, Constellation Brands), Wert ca. 70 Mio $
AXIOMA – Dmitry Pumpyansky (russischer Milliardär – OAO TMK), Wert ca. 75 Mio $
SYCARA – Ray Catena, Wert ca. 70 Mio $
Die 30-40 Mio $ teuren Yachten sind schon keine Seltenheit mehr, weil die hier einfach überall herumstehen (PARTY GIRL, MY W, JOY, SEANNA, TITANIA, ODESSA, OKTO, BALISTA, MYSTIC, WHEELS, REMEMBER WHEN, SEALYON und viele mehr).

Und was haben die Eigentümer dieser Yachten wohl alle gemeinsam? Richtig, sie nennen sich Philanthropen, die ihre Milliarden in steuerbefreiten Stiftungen verstecken und sich u.a. für den Umwelt“schutz“, Gesundheits“schutz“, Kindes“wohl“ und „Nachhaltigkeit“ „stark“ machen. Ich muß immer lachen, wenn sich jemand „Philanthrop“ nennt: nicht nur, dass es keines Hinweises bedürfen sollte, wenn jemand tatsächlich ein Menschenfreund ist (er ist es dann einfach aus purer Menschlichkeit und Nächstenliebe, sieht Frank Zander), aber es handelt sich um eine der besten satanischen Verdrehungen vor zB dem „Umweltschutz“, „Klimaschutz“, „Kinderschutz“ oder „Tierschutz“, quasi ein Orwellsches „Doppeldenk“. Sie handeln nach folgender Regel: Gib den Organisationen Namen, die die allgemeine Öffentlichkeit glauben läßt, dass sie das Gegenteil von dem täten, was sie in WIRKLICHKEIT tun! Will man also die Umwelt zerstören, dann tut man das am besten durch eine Umweltschutzorganisation. Will man mit Kindern handeln und/oder sie mißbrauchen, gründet man eine Kinderschutzorganisation, Internat oder Kinderheim usw…
Aber zurück zu den Menschenhaltern… sorry Philanthropen: die, die uns vorschreiben wollen, wie wir zu leben haben. Ihre Propaganda ist gespickt von Begriffen wie „nachhaltig“, „respektvoll“, „im Einklang mit der Natur“, ohne „Vergeudung von Ressourcen“. Sie wollen bestimmen, wie unsere Nahrung aussehen soll: genverändertes Gemüse und Obst, Fleischersatz aus Insekten und Würmer, aus dem 3D-Drucker oder Labor, alles patentierter Unsinn. Patente sind nur dazu da, aus den Menschen das letzte bisschen Geld herauszupressen. Sie geben vor, was wir lernen, lesen, hören, sehen, denken und glauben dürfen! Gleichzeitig zeigen uns diese Tyrannen durch ihre Mega-Yachten und Privatjets ungeniert und arrogant, dass ihre Vision von Einschränkungen und Verzicht nur für das gewöhnliche Volk gilt.
Philanthropen gründen „Foundations“ lediglich um den Wachstum ihres Vermögens zu beschleunigen und von der Steuer zu befreien, oder auch für Geldwäsche. So spenden sich sich gegenseitig (von Foundation zu Foundation), um Wohltätigkeit vorzutäuschen. Es ist ein knallhartes Business, genau wie das Impf-Geschäft. Wessen Mütze da nicht sofort am Brennen ist….

Ein gutes Beispiel ist Nancy Walton Laurie, die Walmart-Erbin, Millardärin und selbsternante Philanthropin. Während der gewöhnliche Vollzeitmitarbeiter bei Walmart einen weiteren Job benötigt, um nicht zu verhungern, suhlt sich Nancy im maßlosen Luxus. Ihre außerordentlich hübsche Yacht wird 365 Tage im Jahr für sie warm bzw. kühl und bereit gehalten, nur damit sie hin und wieder für ein paar Tage, natürlich mit ihrem eigenen großen Luxus-Privatjet angeflogen kommen kann. Die Vision der Philantropen haben uns 1931 Aldous Huxley mit seinem Buch „Schöne Neue Welt“ (Eugenik/Genozid) und 1949 George Orwell in seinem Buch „1984“ (Polizei-/totaler Überwachungsstaat) ausführlich beschrieben. Viele haben es gelesen, schon in der Schule, aber die Masse will es nicht sehen, die Realität dieser Visionen ist zu schrecklich. (Zum „größten“ und „tollsten“ Philantropen der Welt, nein des Universums, und aller Zeiten namens Gates komme ich im nächsten Blog noch, denn eine seiner SPASSyachten werden wir erst vor St. Barths sehen. Dank der Corona“krise“ erfüllt sich die Vision der Philantropen mit exponentiell steigender Geschwindigkeit: die Ultrareichen verdoppeln ihre Milliarden-Vermögen und bauen Ihre weitreichende Macht weiter aus. Während die Systemmedien weltweit auf dem „Covid-Wellchen“ reitet, wächst und wächst die ohnehin schon riesengroße Armutswelle zu einer Tsunamiwelle heran. Die Philanthropen kommen mit Impfungen herbeigeeilt, um die Hungernden zu retten. Impfungen sind Bill Gates‘ bestes Investment: er hat sich selber (!) bisher eine Rendite von 1:20 ausgerechnet. Aus einer Milliarde werden so leicht 20 Milliarden. Reichtum definiert sich nicht durch Größe des Vermögens, sondern durch den Unterschied bzw. Abstand zur immer ärmer werdenden Masse. So kreieren sie Kriege, Finanzkrisen, Bankenkrisen, Viruskrisen, Umweltkrisen, Klimakrisen, Artenvielfaltkrisen und sorgen dafür, dass die „gewöhnlichen“ Menschen ihr Erspartes, ihr Haus, ihr Unternehmen manchmal ihr ganzes Leben verlieren und so wächst der Abstand wieder. Mit ihrem beinahe unendlichen Vermögen weiten sie ihre Macht stetig aus. Sie gründen unzählige NGOs (NichtRegierungsOrganisationen), durch die sie Regierungen steuern und kontrollieren. Regierungen, die ungeniert und ungestraft ihre Bevölkerung verraten, betrügen (u.a. mit Maskendeals), der Freiheit und des Friedens berauben. Welche größenwahnsinnigen Ideen „Tyrannen“ wie Gates, Soros, Ford, Turner, Morgan, Rothschild, Rockefeller, Zuckerberg, Bezos & Co haben, teilen sie uns offen mit. Sie erheben sich über uns – dem gemeinen Pöbel, dem – wie sie so gerne sagen – Krebsgeschwür der Erde, den ganzen „nutzlosen Essern“ (eine Formulierung von Bertrand Russell), um uns zu verkünden, dass die Ressourcen der Erde für UNS nicht mehr ausreichen. Man muss doch nur mal Henry Kissinger (ehemaliger US-Außenminister) zuhören (u.a. „World population needs to be decreased by 50%“ (!)), der sehr großen Einfluss auf die Politik hatte und immer noch hat. Sie sagen uns ihre Ungeheuerlichkeiten direkt ins Gesicht, teilen uns sogar ihre Pläne mit, aber aufgrund der kognitiven Dissonanz der Masse, die einfach nicht wahrhaben will, was sie da hört, können sie es immer weitertreiben. Der „Club of Rome“ hat mit seinem Buch „Grenzen des Wachstums“ nicht etwa das Wachsen der Gewinne der Philanthropen gemeint, sondern das Wachsen der sogenannten „Überflüssigen“ – also UNS.

Auf Sint Maarten kommen und gehen die Touristen. Während die ReGIERung Deutschlands die Reisefreiheit (oder was von ihr noch übrig ist) immer mehr einschränkt, wechseln sich hier amerikanische, französische und niederländische Airlines im ständigen Rhythmus ab. Dazu die vielen Privatjets, Inselhüpfer sowie karibische Linien – man könnte meinen, es wär’ nix. Die Masse an Touristen bleibt natürlich aus. Und auch wenn es für uns dadurch schön ruhig ist, machen wir uns um jene Gedanken, die durch das Ausbleiben der üblichen Touristenströme, die ja über Jahrzehnte hinweg gewollt waren und gefördert wurden, ihre Existenz verloren haben oder gerade verlieren oder noch verlieren werden. Wir haben im Januar 2021 erfahren, dass die gebeutelten Unternehmer auf Sint Maarten bisher keinen Cent als Ausgleich für die Schließung ihrer Unternehmen erhalten haben, obwohl es so versprochen wurde. Die Inseln auszuhungern ist im Interesse der Eliten: die Bewohner werden so gezwungen, zum Festland in die Großstädte zu fliehen – exakt dort, quasi in Käfighaltung, wollen uns die Philanthropen ja haben. Ihre Handlanger, die Grünen, die, was ja vorauszusehen und von langer Hand geplant ist, mehr und mehr an Macht

gewinnen, werden dafür schon sorgen. Wie erwähnt, wird es zu Weihnachten regelrecht voll und während es in etlichen Ländern Feuerwerkverkaufsverbote gibt, geht es hier zwar nicht ordentlich zur Sache, aber immerhin knallt es bunt an verschiedenen Ecken auf der Insel. Bei uns gibt es Pfeffernüsse und wir machen ordentlich Krach mit unserem Signalhorn. Außerdem grillen wir, solange wir noch echtes Fleisch bekommen.

Von Sint Maarten sind wir etwas enttäuscht, was wohl daran liegt, dass wir viel zu hohe Erwartungen an diese Insel hatten. „Schickimicki-Insel“ schoß es mir mit den passenden Bildern von Luxus durch den Kopf, wenn ich Sint Maarten hörte. Ähnlich wie bei Martinique wurden wir dann aber hier auch eines Besseren belehrt. In der Lagune, vor allem auf der französischen Seite, liegen etliche gesunkene Segelyachten herum. Für das Bergen der gesunkenen Boote ist anscheinend kein Geld da, wo wir schon beim nächsten Thema wären: Build Back Better! Das ist ein Slogan, der gerne von Biden, von der Leyen, Johnson, Macron, Trudeau, einschlägigen Philanthropen und viele, viele mehr im Rahmen des „Great Reset“ genutzt wird. Auch Sint Maarten ist mit von der Partie des Build-Back-Better-Programms, nur dass nichts „gebuildet“ wird, und schon gar nicht „back“ oder „better“! Wohin das viele Geld – immerhin 550 Mio $ (!) fließt oder floss, weiß wahrscheinlich nur die derzeitige Regierungschefin Jacobs. Mülldeponie und Schrottplatz werden hier nach einer Logik, die sich uns noch nie erschlossen hat, direkt am Wasser des Great Salt Ponds, auf einer Halbinsel der kleinen Salzlagune hinter Philippsburg, gebaut. Der Hurrikan Irma hat Philippsburg stark zerstört und sieht, als wir durch den kleinen Ort laufen, ziemlich verwahrlost aus. Dummerweise regnet es, was das Bild noch depressiver macht. Einige wenige Läden stämmen sich der gewollten Zerstörung entgegen, aber wie lange noch? Die Simpson Bay sieht dagegen mit dem leuchtenden Sandstrand, dem türkisen Wasser und den relativ belebten Strandbars deutlich einladender aus.

Wir machen uns Gedanken darüber, was passiert, wenn man die Lieferungen zu den Inseln einstellt bzw. aufs Minimum reduziert. Während des Frühjahr-Lockdown gab es „wegen Corona“ auf einigen karibischen Inseln Lieferprobleme, die sich glücklicherweise danach wieder aufgelöst haben. Hoffnung gibt dabei die Tatsache, dass auch die oben genannten Ultrareichen immer noch hier her kommen und „ebenso nur mit Wasser kochen“, also auf ihren Champagner und das saftige Steak nicht verzichten wollen. Das Einkaufen erweist sich als ähnlich umständlich wie auf Curacao: wir müssen die Lagune queren, das Dinghi im Marina-Gelände festmachen und erst einmal laufen. Der französische Carrefour liegt nicht etwa auf der französischen, sondern auf der niederländischen Seite der Insel, ist sehr groß und hat allerlei Delikatessen im Angebot: verschiedene Fische inklusive Norwegischen Lachs, Jakobsmuscheln, Schnecken, Hummer, Langusten, Angus-Filet, Kaviar, Trüffel, sogar Morcheln, sowie alles erdenkliche an Obst- und Gemüsesorten. Da wir zum Einkaufen zwingend eine Maske tragen müssen (auch Alex trotz Asthma), schreiben wir wenigstens Botschaften drauf: „Tyranny!“ oder „This mask is Tyranny!“ Außerdem tragen wir die Maske, wie etliche andere, unter der Nase. Alex zieht sie meistens sogar unter den Mund und bisher wurde er ein einziges Mal von einer älteren Dame verpfiffen. Nach kurzer Diskussion entschuldigte sich der Security-Angestellte und bat uns, sie wenigstens unter der Nase zu tragen. Dass das Masketragen dadurch noch viel sinnloser wird, stört anscheinend die wenigsten. Wir können nur zwei oder drei Mit-Rebellen ausmachen, die immer mal wieder den „Mundschutz“ unters Kinn ziehen. Irgendwann verbietet die Marina plötzlich, dass wir unser Dinghi dort festmachen und fordert dreiste 20$ nur fürs kurzzeitige „Parken“. Wir lehnen dankend ab. Zum Carrefour kommen wir so nicht mehr. In den ersten Wochen auf der Insel suchen wir auch den Super-U auf der französischen Seite auf, um zu gucken, wie die Preise dort sind. Schon am Eingang werden wir darauf hingewiesen, die Maske gefälligst über der Nase zu tragen. Alex will gerade anfangen zu diskutieren, da sage ich schon: „Ok, we go!“ Das scheint den Security ziemlich zu irritieren, denn er guckt uns verdattert an. „Wir müssen hier nicht einkaufen!“, sage ich und wir gehen. Als wir es später noch einmal probieren, kommen wir mit Maske unter der Nase rein. Im Laufe der Zeit sehen wir immer mehr Menschen, bei denen die Maske immer weiter nach unten rutscht wie das Kopftuch bei den Iranerinnen. Stille Rebellion.

Nach einem Monat ist es Zeit weiterzuziehen, also zumindest in die nächste Bucht auf der französischen Seite, wo der Ankerplatz kostenlos ist. Dafür müssen auf der niederländischen Seite aus- und auf der französischen Seite einchecken. Aber das ist eine Geschichte für den nächsten Blogeintrag.

Schöne Segelyacht in der Simpson Bay, St. Maarten

2 Gedanken zu “Sint Maarten – Meet the Philanthropists

    1. Hallo Lutz,
      vielen Dank für die guten Wünsche.
      Reich ist das eine, viel schockierender ist welches Unheill sie mit Ihrer Macht anrichten und Menschen darunter leiden lassen.
      Liebe Grüße
      Alex

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