Grenzerfahrung: Russland – Georgien

Von Wolgograd fahren wir direkt nach Wladikawkas, der einzige geöffnete Grenzübergang nach Georgien. Dem Weg über Tscheschenien (Grosny) trauen wir nicht, weil wir nicht wissen, ob wir da überhaupt langfahren dürfen. In der Grenzregion ist die Polizeipräsenz deutlich und wir werden einige Male freundlich und schnell kontrolliert. Noch vor der Grenzstation übernachten wir, weil wir frisch ausgeruht den russischen Kollegen erklären wollen, warum wir ohne Registrierung unterwegs sind. Am 13. Oktober 2018 erreichen wir auf schmaler Straße im Kaukasus in Russland die russisch-georgische Grenze.

Russland

Wir fahren an der laaaaaangen Schlange der LKW vorbei. Vor allem Russen, Armenier und Georgier tummeln sich hier.

9:55 Uhr: Wir stehen in der Einfahrt zur Passkontrolle, kurz entsteht Verwirrung. Wohin sollen wir uns stellen? Es ist ein bisschen wie „1-2-oder3…, ob ihr wirklich richtig steht…“ Erste Reihe, dann dritte Reihe, dann doch lieber letzte Reihe. Irgendjemand nickt, also stellen wir den Motor schnell ab, bevor man es sich wieder anders überlegt.

10:04 Uhr: Wir geben unsere Customs Declaration links im Gebäude ab, ein kurzer Blick in den Benz und sind fertig.

10:05 Uhr: Wir stehen an der Passportkontrolle. Jetzt wird es interessant, denken wir. Aber niemand interessiert sich für die nichtvorhandene Registrierung! Der junge Mann am Schalter fragt freundlich auf Englisch wo wir arbeiten, woher wir kommen, wohin, seit wann wir reisen. Alex beantwortet in einem Redeschwall alle Fragen; der junge Beamte soll das mit der Registrierung vergessen. Die Ausreisestempel sind im Pass. Um 10:22 Uhr hebt sich die Schranke, wir sind durch.

Auf einer sehr schmalen Straße und durch Tunnel geht es durch eine Schlucht weiter zur Georgischen Einreise.

Georgien

10:37 Uhr: Wir stehen auf dem großen Platz vor der Georgischen Einreise und dürfen uns erst mal nicht einreihen. Ein Soldat möchte erst kurz einen Blick ins Auto werfen, dann dürfen wir zur Fahrzeugkontrolle vorfahren. Wir werden getrennt: Ich gehe nach links ins Gebäude zur Passkontrolle, während Alex den Benz allein zur Fahrzeugkontrolle steuert. Sofort erhalte ich ohne weitere Fragen meinen Einreisestempel und darf ein Jahr visumsfrei in Georgien bleiben, wenn ich das wollte. „Auf Wiedersehen!“ ruft mir der georgische Beamte von der Passkontrolle zu. Ich erwidere überrascht seinen Gruß.

10:47 Uhr: Alex ist auch durch mit Benz und Einreisestempel. Noch einmal möchten Grenzbeamte ins Fahrzeug schauen und warnen uns vor der engen Heerstraße: „Dangerous!“. 5 Minuten später befahren wir bereits Georgischen Boden und ahnen, warum sie so gefährlich ist: sie windet sich eng an steilen Berghängen.

Der gesamte Grenzübertritt hat gerade mal eine Stunde gedauert!

Die Georgische Haftpflichtversicherung

In Georgien ist eine Haftpflichtversicherung obligatorisch. Diese bekommen wir jedoch nicht an der Grenze, sondern erst einige Kilometer weiter bei Kazbegi. Dort gibt es auf der rechten Seite Büdchen, die zum einen die Haftpflichtversicherung und zum anderen SIM-Karten verkaufen. Die Haftpflichtversicherung kostet für 30 Tage umgerechnet mehr als 30€ für unseren Truck.

Nach dem Kauf der Versicherung fahren wir die Heerstraße weiter Richtung Tiflis – einfach immer geradeaus. Einige Kilometer weiter oben in den Bergen umhüllt uns dichter Nebel, der die Sicht auf wenige Meter einschränkt. Hier befindet sich ein Skigebiet, für das wie jedoch leider zu früh dran sind. Wieder im Tal ist der Blick wieder frei…

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