Dubai – Luxus, Luxus, modernste Architektur, Luxus!

Wenn man den Hafen von Sharjah Richtung Südwesten verlässt, erreicht man das Emirat, für das heute die Vereinigten Amerik…. äh… Arabischen Emirate bekannt ist: Dubai!

Typisches Straßenbild in Dubai
Typisches Straßenbild in Dubai

Beim Anblick der Wolkenkratzer und der vielen schönen Villen muss man erst mal kurz innehalte und überlegen, wo man sich eigentlich gerade befindet. Ach ja, auf der Arabischen Halbinsel! Es ist der 26.12.2017. Wir sind total ausgehungert, unser Kühlschrank hat seine Daseinsberechtigung verloren…, das muss sich ändern. Als erstes steuern wir den Benz also durch die Wolkenkratzer zur Mall mit einem Carrefour – der Battuta Mall zwischen Palm Jumeirah und Palm Jebel Ali an der E11. Laut Karte sieht es nach vielen Parkplätzen aus. Die Malls in Dubai sind jetzt parkplatzmäßig aber nicht unbedingt auf Expeditionsmobile eingestellt. Die Parkplätze sind entweder überdacht oder zu klein. Wir müssen am ganz anderen Ende beim Megaplex Cinema parken und laufen aus der hintersten Ecke einmal komplett durch die gesamte Mall auf die andere Seite zum Carrefour. Wir sind überfordert: Diese Mall ist noch nicht so groß wie die Dubai-Mall und trotzdem kann man sich darin verlaufen. So viele Läden, so viel Luxus… Wir fangen erst mal klein an und kaufen eine Prepaid-Simkarte im DU-Shop (Tipp: gleich im DU-Shop freischalten lassen; bei uns gab es Probleme bei der Aktivierung!). Danach wagen wir Größeres: wir gehen in den Carrefour. Die Augen werden immer größer bei der Auswahl, das Gehirn schaltet sich ab und kann sich plötzlich nicht mehr an den Einkaufszettel erinnern, der Einkaufswagen platzt aus allen Nähten. Ich weiß gar nicht, wie lange wir in dem Hyper-Super-Duper-Megamarkt verbracht haben. Tage? Unser Kassenzettel spricht Bände! Und der Kühlschrank freut sich über Besuch. Das Auto ist jetzt eine Tonne schwerer.

Unser Megakauf in Dubai
Unser Megakauf in Dubai – der Kassenbon spricht Bände!

Es scheint nichts zu geben, das man in Dubai nicht kaufen kann. Und dennoch: In Kappadokien haben wir beide Mäntel an beiden MTB mit Dornen zerstochen; etliche der Dornen sind abgebrochen und stecken immer noch im Mantel. Also sind wir auf der Suche nach 26″-Mänteln. Keine Chance in Dubai! 26″ ist out, 27,5″ und 29″ sind in. Wir haben uns die Füße wundgelaufen, aber es ist nichts zu machen.

Und wohin jetzt? Wir wollen einen schönen Ausgangspunkt, um zu Fuß zum Burj Khalifa gehen zu können. Durch Zufall haben wir von der D94 einen kleinen Platz entdeckt, direkt am Dubai Canal. Da fahren wir hin! Der Platz dort sieht etwas nach Baustelle aus, wenn man ihn mit dem Rest Dubais vergleicht, aber für uns ist das perfekt. Wir werden schön in Ruhe stehen. Nur einmal kommt kurz die Polizei vorbei, nimmt uns zur Kenntnis, grüßt freundlich und ist wieder weg. Unser Citywalk führt uns am Dubai Canal entlang (grandios hier: am Dubai Canal entlang gibt es Sitzmöglichkeiten mit USB-Ladestationen und BOSE-Soundsystemen!) bis zum 828 m (ohne Antenne, mit Antenne 829,8 m) hohen Burj Khalifa, jenem höchsten und – wie ich finde – wunderschönen Wolkenkratzer, benannt nach dem Präsidenten der V.A.E. (Scheich Chalifa bin Zayid Al Nahyan). Die hochglänzende Nadel streckt ihre Spitze gen Himmel.., wir unsere Nasen. Wir stehen am Burj Khalifa Lake links neben der Dubai Mall und müssen aufpassen, keinen Bandscheibenvorfall vom Hochschauen zu bekommen. Heute haben wir Glück: die Luft ist klar.

Wir gehen in die Dubai Mall. Nach der Battuta Mall sind wir aufs Schlimmste gefasst. Die Dubai Mall beherbergt nicht nur die luxuriösesten Geschäfte, sondern auch mal eben (u.a.) ein Aquarium, einen Wasserfall und eine Eislauffläche. Mit 350.000 qm ist sie eines der größten Einkaufszentren der Welt! Und jetzt, kurz vor Silvester ist es brechend voll in der Mall: Wir sind zur Hauptsaison in Dubai. Also schnell wieder raus und ab zur Dubai Fountain: Jeden Tag ab 18 Uhr startet die Show der Dubai Fountain mit 1.000 einzelnen Fontänen bis zu 150 m hoch zu den unterschiedlichsten Titeln; sogar zum James Bond Theme, obwohl ich ja finde, dass die arabische Musik besser dazu passt.

Wir parken den Benz um: Am Jumeirah Beach, oder genauer Al Sufouh 1, direkt vor der Palm Jumeirah (Achtung: siehe unten!). Dort stehen bereits unzählige Wohnwagen aus Dubai mit ihren vielen Slide-outs am Strand.

Ein Taxi bringt uns auf die Palme – buchstäblich! Wir wollen bis zum Hotel Atlantis, in die Mitte des äußeren Rings. Da es aber für uns nichts Interessantes gibt, wollen schnell wieder weg. „Lass uns doch den Palm Train für das erste kleine Stück nehmen!“, sage ich zu Alex, „Das ist bestimmt cool!“ Genau, der Preis ist aber auch cool: 40 AED für zwei Personen! 40 AED für eine Strecke von 5,5 km!!!! Wir schlucken und verkneifen uns die Fahrt. Nur mal zum Vergleich: unsere Taxifahrt auf die Palme hat uns 20 AED für die doppelte Strecke gekostet! Also rufen wir uns wieder ein Taxi, das leicht an der Atlantis Mall zu finden ist, und lassen uns für 74 AED vom Atlantis bis zum Dubai Creek (rund 34 km) fahren. Dort laufen wir kurz durch den Souq, schnappen uns ein Wassertaxi für 1 AED, um auf die andere Seite zu kommen, wieder ein Wassertaxi zurück, um noch bis zum Sheikh Saeed Al Maktoum House zu laufen.

Wo wir schon am Jumeirah Strand stehen, entscheiden wir, unserem Kanu mal wieder eine Ausfahrt zu gönnen. Außerdem ist das knallige Rot zum herrlichen Blau des Persischen Golfs ein netter Kontrast. Ziel ist das Burj Al Arab. Wir paddeln einmal um das Gebäude. Weiter draußen im Golf haben sich bereits unzählige Yachten postiert: heute ist der 31.12.2017 und die Abschussvorrichtungen für das Feuerwerk heute Nacht sind bereits im Wasser um das schöne Segelhotel aufgebaut.

Und damit steht dann der Plan auch für die Nacht, den ich mir sowieso schon überlegt hatte:

Silvester am Burj Al Arab!

Wenn man Silvester in anderen Ländern kennt, dann hat man ja eine gewisse Vorstellung: meistens fängt das Geknalle schon Stunden, wenn nicht gar Tage vorher an und hört dann auch erst mal nicht auf (vor allem auf Island). Es wird angestoßen, gefeiert. Ähnliches erwarten wir irgendwie auch von Dubai. Um ja nicht zu spät zu kommen, weil wir die Strecke von um die 5 km zu Fuß laufen wollen, geht es gegen 22 Uhr zum Sunset Beach Umm Suqeim rechts vom Burj Al Arab. Als wir ankommen, ist der Strand bereits gut gefüllt; halb Dubai scheint hier zu sein. Wir setzen uns in den feuchten Sand, es ist kühl. Typisch wir: Wir haben die Hälfte vergessen! Keine Decke, keine Getränke. Aber die Kamera, immerhin. Und die baue ich schon mal auf, um meinen Fotoplatz zu manifestieren. Es wird immer voller. Vor uns stehen junge Männer, von denen einer heimlich in der Öffentlichkeit kifft. Kiffen ist natürlich verboten und als ein älterer Herr – ich nehme mal an, unangemeldet – zur Gruppe stößt, muss er sich hinter einem seiner Kollegen verstecken, um dann in Windeseile in gebückter Haltung den Joint gut versteckt in seiner Hand wegzuziehen. Der Burj Al Arab leuchtet in verschiedensten Farben im Hintergrund – auch ohne Joint. Um Punkt 12 Uhr Mitternacht startet das Feuerwerk. Dazu muss man wissen, dass man in den VAE keine Feuerwerkskörper kaufen kann, wie wir das aus zB Deutschland kennen. Lediglich dazu autorisierte Personen bzw. Firmen dürfen das und so ist das Feuerwerk organisiert, was den klaren Vorteil hat, dass einem keine Feuerwerkskörper um die Ohren fliegen können. Exakt 15 Minuten erstrahlt der Himmel in den verschiedensten Farben, es knallt ordentlich. Mit dem Burj Al Arab dazwischen, in dem sich die explodierenden Feuerwerkskörper spiegeln, ist es ein mega schönes Feuerwerk.

Nach diesem exakt 15 minütigen Spektakel rennen alle, aber auch wirklich alle schnell nach Hause. Wir werfen uns in die Strömung und lassen uns eine Weile mittreiben. Dann hat sich die Masse aufgelöst und wir stehen wieder am Wohnmobil.

Neujahrs-Überraschung

Wir erfahren gleich am Neujahrsmorgen, dass eine neue Regelung ab dem 01.01.2018 in Kraft getreten ist: man darf nicht mehr einfach so mit Wohnwagen oder Wohnmobil am Jumeirah Beach stehen; ab jetzt braucht man eine Erlaubnis/Permission. Man will verhindern, dass sich die Einheimischen mit den Wohnwagen dort einnisten und den schönen Strand das ganze Jahr über belagern, indem sie die Wagen stehenlassen. Ob die Permission auch für Touristen gilt, ist noch fraglich. Da die Polizei die Tage davor schon Streife gefahren ist, wird auch kontrolliert. Gut, dass wir ohnehin nach Abu Dhabi aufbrechen wollten…

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