Eine Hochzeit auf vier Rädern und: „Elchtest“- Benzy gibt Pfötchen

Verheiratung

6. Mai 2017 – Es ist soweit: die Kabine kann mit Benzy verheiratet werden! Dazu muss aber erst mal einer zum anderen, denn die Kabine steht ganz woanders als Benzy. Also holen wir den Benz im Süden Deutschlands ab und fahren rund 90 km zur Kabine. Diese Fahrt ist ruppig, hat doch Benzy zu viel Power für ein leeres Hinterteil. Es ist 18 Uhr als wir am Zielort eintreffen. Benzy steht selbstbewusst draußen, die Kabine dagegen schüchtern links an der Wand. Wir überlegen, wie herum eine Vereinigung denn stattfinden könnte und entscheiden uns, die Kabine mit einem Gabelstapler zu drehen; Benzy soll schließlich rückwärts unter die Kabine fahren. Michas Gabelstapler verträgt 3t. Er bekommt zwei Gabelverlängerungen. Als der Gabelstapler die Kabine, die wir mit ca. 2,5t Gewicht schätzen, anhebt, sind nicht nur die Vorderräder des Staplers fast platt, auch das Hinterteil des Staplers hebt sich, weil der Schwerpunkt zu weit vorn auf den Gabeln liegt. Also klettern drei Männer auf des Gabelstaplers Hintern und ihn herunter. Vorsichtig dreht Micha die Kabine, die auf den Gabeln hin- und herwankt, Richtung Raummitte. Jetzt muss die Kabine hoch, damit Benzy drunterfahren kann. Immer noch mit den Männern hinten drauf hebt der Gabelstapler auf der linken Seite die Kabine nach oben. Auf der anderen Seite stehe ich mit Michas Ameise und stütze die Kabine von rechts. Aufregend. Ein Vermögen, dass da in der Luft schwebt: Unser neues Zuhause!

Alles geht gut, Benzy kann von Harald langsam unter die Kabine gefahren werden. In zwei Schritten nimmt Benzy die Kabine schließlich liebevoll huckepack. Vorn wird die Kabine von Micha noch etwas zurechtgeschoben, damit sie mittig auf dem Rahmen sitzt. Dann wird die Kabine mit drei Spanngurten am Rahmen fest verzurrt. Um die Kanten zu schonen, hat Micha einen zerschnittenen Feuerwehrschlauch. Teile davon legen wir an den entsprechenden Stellen unter. Es ist 23:30 Uhr, als Benzy langsam aus der Halle fährt. Dabei bleibt noch kurz die Frage, ob es beide eigentlich heil aus der Halle schaffen: das Gelände ist direkt vor der Halle stark abschüssig. Wenn nun Benzy fährt, besteht die Gefahr, dass er mit dem Hinterteil der Kabine am Rolltor hängenbleibt. Also fährt Alex äußert langsam aus der Halle. Die Kabine kommt dem Rolltor schon nahe, aber alles geht gut.

Und so prepariert fahren wir am nächsten Tag im Regen vorsichtig zum Fahrzeugbauer. Trotzdem die Kabine mit nur drei Spanngurten an der Seiten festgemacht ist, verschiebt sie sich kein Stück.

Belastungstest

Schon am nächsten Tag sind die Gewinde geschnitten und die Kabine wird mit dem Zwischenrahmen verschraubt. Zeit für einen kleinen Belastungstest: die Verwindung. Um zu schauen, wie sich Zwischenrahmen und vor allem Kabine zum Fahrzeug verhält, wird ein Gabelstapler geholt. Zuerst wird Benzys hinteres linkes Rad angehoben. Der Kollege kann fast gar nicht hinschauen, als Bernds (Chef des Fahrzeugbauunternehmens) Finger noch immer nach oben zeigt: weiter, weiter. Obwohl wir mit unserem Haus hinten drauf wohl niemals so krasses Gelände fahren werden, ist es trotzdem schön zu sehen, was Benzy mit der Kabine auf dem Rücken alles kann. Wir sind stolz! 🙂

Das gleiche wird mit Benzys Vorderrad einmal stark nach links und stark nach rechts eingeschlagen veranstaltet. Benzy gibt brav Pfötchen! Unter anderem interessant für uns ist hierbei zu sehen, ob das Vorderrad am Kotflügel schabt. Wegen des größerem Reifenumfangs verkleinert sich gleichzeitig der Abstand zum Kotflügel und der müsste eventuell etwas gestutzt werden. Aber alles ist gut; keine Änderungen nötig. Mit diesen Erkenntnissen kann Benzy wieder in die Halle; die Kabine wird jetzt verklebt und verschraubt. In den nächsten Wochen werden Gastank, die restlichen Staukästen sowie Heizung montiert. Auch der Durchstieg wird fertiggestellt. Außerdem bekommt Benzy eine leichte, ausklappbare Leiter und einen komplett zum Boden absenkbaren Heckträger für zwei Reserveräder und ein leichtes Motorrad.

PS: Die Hochzeitsliste liegt bei Mercedes! 🙂


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