Skitour in Norwegen: Storhaugen

Im Januar 2014 stand ich zum ersten Mal in meinem Leben auf Ski. Alex brachte mir die Basics innerhalb von 4 Stunden auf dem „Babyhügel“ bei, danach ging’s am selben Tag noch auf die blaue Piste. Das ging so gut, dass wir am nächsten Tag schon die roten Pisten (auch schon neben den Pisten im Tiefschnee) heruntergefahren sind. Nach diesem Urlaub kaufte ich mir Tourenski. Einen Monat später, also im Februar 2014, fuhr ich erstmals die schwarze Piste runter und es ging schon hinauf in die Berge: die ersten gemeinsamen Skitouren. Hier bin ich bereits diese schmale Rinne (Couloir) heruntergefahren:

Seit diesem Urlaub sind wir nur noch auf der Suche nach Skitouren und nur, wenn es gar nicht anders geht, auf Pisten. Die Herausforderung bei Skitouren ist nicht nur der unterschiedliche Schnee, sondern auch der Weg selber, den man sich erarbeiten muss. Oft fährt man die Aufstiegsroute auch wieder herunter, manchmal aber muss man einen anderen Weg abfahren und dann wird es richtig spannend, sich diesen Weg zu suchen. Deshalb gefallen uns Skitouren so sehr: nicht nur die körperliche Anstrengung, den Berg zu bezwingen, um schließlich auf dem Gipfel mit wundervoller Aussicht zu stehen, sondern auch ein kleines bisschen Abenteuer, weil man vorher, insbesondere wenn man den Berg oder die Umgebung nicht kennt und man keine Tourenbeschreibung hat, nie weiß, wie die Abfahrt wird. Na ja, und billiger ist es obendrein auch noch :).

Spannend ist es auch am Storhaugen. Wir sind immer noch in der Nähe von Oppdal, aber dieses Mal stehen wir auf einem Bezahlparkplatz in der Nähe Lønset. Tags zuvor haben wir versucht, zum Svorundfjellet zu kommen, aber der Weg erwies sich als Wanderweg, d.h. wir wären schlecht wieder zurückgekommen (keine vernünftige Abfahrt), daher haben wir die Tour nach ca. 400 hm früh genug abgebrochen und hatten wenigstens noch eine interessante Abfahrt. Heute, ähnlich wie gestern, geht es bei zunächst relativ warmen Temperaturen zuerst durch einen Wald…

 

und dann bei kaltem Wind über eine Mulde (unter Schneewächten entlang) Richtung Gipfel.

300 hm vor dem Gipfel müssen wir leider umkehren. Der Wind (20 km/h und mehr) wird immer stärker, bläst uns Schnee ins Gesicht und macht für uns die Besteigung des Berges nicht möglich. Sicherheit geht vor. Noch in der Mulde, aber noch bevor es zum letzten Anstieg auf den Gipfel geht, ziehen wir uns um, bauen die Ski um und fahren wieder runter. Die Schneebedingungen sind schwierig. Die Ski rutschen einfach über die feste Schneeschicht und eiern ganz schön am Fuß. Ab der Baumgrenze haben wir wieder Pulverschnee und wir müssen irgendwie einen Weg durch die vielen Bäume finden. Auch hier haben wir wieder einen Film über die interessante Abfahrt zusammengeschnitten:

Das etwas „verträumte“ Video ist unbeabsichtigt; offensichtlich hat die GoPro den Wechsel vom warmen Rucksack in die Kälte nicht ganz vertragen…. @Doreen: Wunsch erfüllt.

 

 


2 Gedanken zu “Skitour in Norwegen: Storhaugen

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