Auf dem Weg nach Portugal durch Spanien

Abgesehen von den in den einzelnen Blogs aufgeführten Stationen haben wir noch einige andere Orte besucht, wie Portbou. In der Nähe von Portbou auf einem Parkplatz an einer Steilküste bleiben wir einfach stehen und stellen unseren Wäscheständer mit der nassen Wäsche auf, die wir unterwegs in den Waschmaschinen eines Intermarché (Supermarkt) gewaschen haben, aber noch trocken geworden ist. Es ist so windig, dass der Wäscheständer samt Wäsche fast wegfliegt, also binden wir ihn am WoMo fest. Schließlich fängt es auch noch an zu regnen und wir holen den kompletten Wäscheständer in die Garage des WoMo. Die Aussicht hier ist ein Traum:

Nächster erwähnenswerter Halt ist Empuriabrava. Der Ort besteht aus vielen Kanälen mit imposanten Villen links und rechts. Die Kanäle paddeln wir einfach mit unserem Luftkajak bis zum Hafen und zurück ab.

In Valencia parken wir unser WoMo in der Nähe des Hafens auf einem Parkplatz und erkunden mit den Rädern die Stadt. Beeindruckend finden wir die Stadt der Künste und der Wissenschaften (Cuidad de las Artes y las Ciencias), die im ehemaligen Flussbett des Turia liegt und L’Hermisfèric (ein 3D-Kino), ein Naturwissenschaftliches Museum, L’Umbracle (ein botanischer Garten und Disco), L’Oceanofràfic (das größte Aquarium Europas), Palau de les Arts Reina Sofía (Opernhaus und Musikpalast), El Pont de l’Assut l’Or (eine Schrägseilbrücke) und L’Àgora (ein geschlossener Veranstaltungsplatz) umfasst. Hier ein paar Eindrücke:

In Pulpí bleiben wir zwar nur eine Nacht und fahren aufgrund des kalten Wetters sofort wieder weiter, aber der Ort hatte was, weil er von der Landschaft her so ganz anders ist als die anderen Küstenabschnitte:

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Außerdem machen wir Halt in  Málaga, der zweitgrößten Stadt Andalusiens nach Sevilla. Hier waren zuerst im Castillo de Gibralfaro mit der maurischen Festung aus dem 11. Jahrhundert, die Alcazaba, unterhalb des Castillos und sind am nächsten Tag mit dem Rad kreuz und quer durch die Stadt, durch enge Gassen und im historischen Zentrum mit der wundervollen Catedral de la Encarnación gefahren. Da der zweite Turm der Kathedrale aus Geldmangel nie vollendet wurde, trägt sie auch den Namen La Manquita („Die Einarmige“). Was uns neben den Sehenswürdigkeiten fasziniert hat, war ein Fingermaler. Innerhalb von einer Minute zaubert er mit Finger und Farbe romantische Bilder auf eine kleine Glasplatte, inklusive kleiner Details. Das geht dermaßen schnell! Keine Chance, dem zu folgen.

Am Abend fahren wir noch in die Nähe von Ojén, oberhalb von Marbella. Wir stehen im Wald und hoffen auf eine schöne Fahrradtour am nächsten Tag. Am Abend: Aufregung! Ein Fuchs schleicht interessiert um unser WoMo herum und ist ziemlich zutraulich. Alle Beteiligten wissen nicht so richtig, wie nahe man sich gefahrlos kommen kann. Am nächsten Tag fahren wir mit den Rädern jede erdenkliche Route in dem Areal, aber finden keinen fahrbaren Weg. Nur zwei Aussichtspunkte; aber da zieht auch schon wieder eine Schlechtwetterfront auf und wir brechen ab.

Durch Marbella durchfahren wir einfach schnell. Es ist zwar eine hübsche Stadt, aber es gibt hier nichts, das uns interessiert.

Nach Gibraltar und Tarifa schauen wir uns Cádiz an. Hier suchen wir uns einen günstigen Stellplatz für den Tag am Hafen. Von dort aus erkunden wir die Stadt mit dem Rad. So richtig begeistert sind wir von Cádiz nicht und sind mit unserer Tour sehr schnell durch.

Nach Cádiz machen wir einen Abstecher in den Doñana-Nationalpark. 1994 erhob die UNESCO den Nationalpark zum Weltnaturerbe. Wir hoffen, Luchse in freier Wildbahn sehen zu können. Aber hier gibt es keine Wege für eine Radtour. Sämtliche Wege enden in nicht befahrbare Sandpisten. Enttäuscht machen wir die Räder wieder am WoMo fest. Es gibt die Möglichkeit, für 24€ eine geführte Tour in einem grünen Unimog zu buchen, mit dem man dann über die Sandpisten gefahren wird. Ob man da Luchse sieht, bleibt wohl Glückssache. Außerdem kommen in diesem Gebiet Ornithologen auf ihre Kosten, denn es gibt Vogelbeobachtungsstationen. Wir haben jedoch keine Lust auf eine geführte Tour und fahren weiter.

By the way:

Auf unserer Reise an der Küste ist uns extrem aufgefallen, dass man hier einen Spezialisten für Verkehrsführung gebrauchen könnte. Man muss an jeder, aber wirklich JEDER Ampel stehen. Glaubt man, man hat eine Grünphase erwischt, wird man knapp vor der nächsten Ampel schon wieder enttäuscht und so dauert es, bis man die Ortschaften durchfahren hat. Bei der Dichte an Ortschaften an der Küste zerrt das ein bisschen an den Nerven.

Uns ist leider sehr negativ besagte starke Dichte an Ortschaften an der Küste in Erinnerung geblieben. Da reihen sich Betonklötze an Betonklötze, teilweise unbewohnt, wo man sich fragt, wer zum Henker da überall wohnen soll. Die sogenannte“Urbanización“ nimmt die gesamte Küste ein. Kaum ein Fleckchen, das nicht bebaut ist. Sehr häufig sieht man auch graue Bauruinen, die einfach der Natur überlassen werden. Das treibt einen Tränen in die Augen, wenn man das sieht. Aufgrund dieser starken Bebauung ist es für Wohnmobilisten sehr schwer, einen, geschweige denn schönen Platz an der Küste zum Übernachten zu finden. Teilweise haben wir bis weit nach 22 Uhr gesucht.


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