Balazuc und eine Kamikazewespe

Wir klettern in Balzac, ein schöner Kletterspot mit einem wundervollen Blick auf Balazuc und die Ardeche. Die Wand ist ca. 20-35 m hoch. Mir geht’s leider nicht gut, daher möchte ich leicht anfangen. Wir starten mit der „Les Brasses“, einer 5c. Alex klettert im Vorstieg, ich klettere im Toprope nach. Gerade will ich die letzte Expresse holen, da attackiert mich eine Wespe. Ich schlage um mich und bin ein bisschen panisch, hab ich doch schon so manche schlechte Erfahrung mit Wespen gesammelt. Alex lässt mich ein bisschen ab und die Lage beruhigt sich. Ich warte. Die Wespe auch. Beim erneuten Versuch, die letzte Expresse zu holen, fliegt sie wieder aggressiv um mich herum. Wir probieren das ganze Spielchen noch ein Mal, dann lässt mich Alex ab. Er klettert nun selber hoch – er will seine Expresse nicht aufgeben. Aber auch er wird angegriffen. Beim genauen Hinsehen bemerkt er ein Wespennest ausgerechnet genau neben der Expresse mit einer einzigen Wespe drauf. Er wartet, aber auch die Wespe hat weiterhin Geduld. Alex macht ein Foto und wartet einen günstigen Moment ab, um die Expresse schnell auszuklinken. Wir gehen zur nächsten Route. Alex klettert noch eine 6a+. Weiter geht es zur nächsten 5c. Alex will gerade die erste Expresse klicken, da weise ich ihn auf ein großes Wespennest an der Route hin. Irgendwie habe ich für heute die Lust am Klettern verloren.

Balazuc

Wir gehen zurück zum WoMo und fahren nach Chauzon. Auch dort gibt es ein äußerst interessantes Klettergebiet: Cirque de Gens! Es handelt sich um einen halbrunden, großen Kletterfelsen direkt an der Ardeche. Man kann das Wasser rauschen hören und Kajakfahrer sehen. Wir gehen am Felsen spazieren, weil mir nicht nach klettern ist. Aber der Kletterspot ist sehr empfehlenswert: für jeden ist etwas dabei und man kann locker den ganzen Tag dort verbringen. Ich war bereits im Mai 2013 dort klettern und fand es großartig.

Cirque de Gens

Zurück am WoMo geht es weiter Richtung Pont d’Arc. Wir wollen paddeln. In der Nähe finden wir einen Campingplatz, auf dem wir eine Nacht bleiben. Der Campingplatz liegt direkt an der Ardeche und wir haben einen Stellplatz fast am Wasser: nur eine Hecke und ein schmaler Strand trennt uns. Nach der Ankunft pumpen wir das Boot auf und paddeln schon mal ein bisschen auf der Ardeche. Wir gehen zur Bar des Campingplatzes, holen uns ein Bier und spielen ein paar Runden Kicker. Ich verliere mehrmals haushoch gegen Alex. Ein Billardtisch steht auch noch da und es gibt eine Hängematte. Alles in allem ein angenehmer Ort. Zur Zeit ist es auch noch sehr leer: nur wenige Leute sitzen an der Bar.


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